Zunächst einmal, was ist EDI:

EDI oder Electronic Data Interchange ist der Austausch von elektronischen Daten wie Rechnungen, Bestellungen oder Lieferscheinen. Die Dokumente werden in strukturierter Form zwischen den Geschäftspartnern ausgetauscht.

Die Software EDI zeichnet drei wesentliche Komponenten aus:

– ERP-Konnektor

– EDI-Konverter

– EDI-Kommunikationsadapter

Der ERP-Konnektor

Ein ERP-System, wie es hier benötigt wird, ist in sehr vielen Firmen das Steuerungssystem für interne Geschäftsabläufe. Damit elektronischer Datenaustausch stattfinden kann, wird dieses System an das EDI-System angeschlossen. Um EDI implementieren zu können, verbindet der ERP-Konnektor die EDI-Software mit der vorhandenen ERP-Software. So können jetzt automatisch Nachrichten zwischen den beiden Systemen übertragen werden.

Der EDI-Konverter

Der EDI-Konverter wird benötigt, um die Nachrichten oder Daten des ERP-Systems in das Format des vereinbarten Branchenstandards (UN, ANSI, DIN oder dem VDA) umzuwandeln. Ohne diese Umwandlung kann keine Kommunikation zwischen den Systemen stattfinden. Beim Umwandeln werden die Originaldaten bzw. Nachrichten mit Hilfe einer eigens erstellten Zuordnung von Sender auf den Empfänger übertragen. Ein elektronischer Datenaustausch per EDI verwendet nur einheitliche Nachrichtenstandards. Weitere Standards sind z.B. EDIFACT, XML, SWIFT oder ANSI X.12.

Der EDI-Kommunikationsadapter

Der EDI-Kommunikationsadapter ist eine weitere Komponente, um EDI implementieren zu können. Der Kommunikationsadapter hat zwei wichtige Komponenten, die die Verbindung zwischen Sender und Empfänger herstellen. Zum einen ist es das Mailboxsystem und zum anderen handelt es sich um die Punkt-zu-Punkt-Verbindung.

Das Mailboxsystem ist hier als ein elektronischer Briefkasten anzusehen, denn die Nachrichten oder Daten werden an die Mailbox gesendet und der Empfänger holt sie dort wieder ab. Vorteil für das Unternehmen, es muss nicht permanent empfangs- oder sendebereit sein. Es kann völlig unabhängig voneinander kommuniziert werden, der Verbindungsaufbau zur eigenen Box genügt. Man verwendet hier häufig das X.400 Protokoll.

Bei der Punkt-zu-Punkt-Verbindung wird vom Absender eine Direktverbindung zum jeweiligen Empfänger für die Dauer des Transfers aufgebaut. Im Gegensatz zum Mailboxsystem müssen hier die Systeme permanent erreichbar sein. Die Punkt-zu-Punkt-Verbindung eignet sich sehr gut zum Austausch von grösseren Datenmengen. FTP, HTTPs oder AS2 sind hier häufig verwendete Übertragungsprotokolle. Die Auswahl des Übertragungsverfahrens ist von zwei Faktoren abhängig, die Übertragungsfrequenz und dem Datenvolumen.

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